W O R T


"Darius betrachtete das eingespannte Papier mit einer Mischung aus übermütigem Trotz und sehr kindlicher, echter Freude. Und gleich darauf kam das Dritte wieder hoch. Schon wieder. Er hasste es. Er wollte endlich nicht mehr damit leben müssen! Und war aber dann doch ein Weniges zu ehrlich, immer schon, um sie einfach vor sich selber zu verstecken: seine Scham. Und die Angst auch. Seine übergroße Angst. "

T H E A T E R

Seit 2005 schreibe ich. Es begann wohl deshalb, weil es Horst Hawemann gab. Und weil der davon überzeugt war, dass ich das kann. Nach und nach entstand Theater. Ganz einfach, weil ich am Theater arbeitete. Und so war es erst einmal das. Hier ein paar Arbeiten.

Download
FLÜGELSCHLÄGE - Ein Theater Requiem
Ein kleines Stück vom Anfangen und Enden. Oder 'ein Reigen des Verschwindens', sagt Anna Maria.
FLÜGELSCHLÄGE- Ein Requiem.pdf
Adobe Acrobat Dokument 166.0 KB
Download
DIE MONOPOLIS OPER
Ein Auftragswerk für den Nürnberger Chor "Auftakt". Wir haben das zusammen im Mai 2012 uraufgeführt.
"Verstörend- und wunderschön", sagte irgendwann einer zu mir.
Die Monopolis Oper.pdf
Adobe Acrobat Dokument 145.0 KB

P R O S A

2014 begann ich, meinen ersten Roman zu schreiben: "Aus der Haut". Etwas Autobiographisches musste es sein, denn es gab viel zu erzählen. Mit diesem Projekt ist ein neues Arbeitsfeld in mein Leben getreten... 

November 2018

Braumüller Verlag, Wien

März 2022

Braumüller Verlag, Wien


"Aber an diesem Mittwoch Morgen wollte er plötzlich seine Gedichte nur noch mit einer Maschine schreiben dürfen. Mit genau dieser Maschine. Man kann ein Gedicht doch nicht am Computer schreiben! Nie mehr, ab jetzt."

L Y R I K

Zeitgleich mit den Theatertexten ging 2005 auch das Schreiben von kleineren Sachen los. Fetzen, Gedichte, Geschichten. Allerhand Zeug. 


V E R B E U G U N G

 

 

Lass mit Deinen Händen nicht handeln

Und die Nebensachen hol heraus aus den Schatten, abseits

Komm mit Deinem ganzen Staub, den bitteren Pointen

In die Mitte der Manege

Verbeug Dich nicht

 

 

Jetzt. Keine Zeit zum aus der Fassung bleiben

Lass los, die Ameisen im Bauch, sie fliegen schon

Einfach sei, im tief gefassten Gang

Auf uns alle zu

Verbeug Dich nicht

 

 

Diese große Stille, auch auf allen Plätzen, allen Uhren

Und schau nur, niemand hier, der Dir ein Gegner wär

Aus einer ewig alten, früh verstorbenen Sehnsucht

Kommt Dein erstes eigenes Schauen

Verbeug Dich nicht

G E B E T 

 

 

Erleuchte mich, so weit mein Raum schon reicht

Erinnere mich, so tief mein Lied noch hallt

Erheitere den Jungen, der mich noch immer sucht 

Und erbaue mit mir das Haus, in dem wir beide sterben wollen

 

 

Du siehst mich, wie kein anderer mich sehen kann, noch will

Du hörst mich, schon seit ich stumm war, vor der Zeit

Du bringst alles in mir zum Lachen, alles, was noch übrig ist

Und legst mich mir zu Füßen, da, wo es noch immer weich ist

 

 

Ich suche den Punkt in der Ferne, der Du bist

Ich lausche dabei den Grillen und dem Zischen der Ältesten hier

Ich spüre, wie mein Mund sich weitet und die Augen verschließt

Und wie ich selig in Deinen Armen bin, ohne all das laute Licht

D A S   K O N Z E R T

 

 

Der Schmetterling flog

Erst in weiten Bögen

Um das Feuer

Das Klavier brannte da schon

Lichterloh

Dann fasste er sich ein Herz

Der Falter

Und spann die Bögen enger

Wieder

Und wieder

Umkreiste er das Lied des Brandes

Horchte

Und horchte

Auf jeden Ton

Bis kein Laut ihm mehr fehlte

Von diesem Konzert

Ausser einem

Seinem

 

"Er forderte, dass man sich künftig vorher überlege, was man zu sagen habe, er wollte, dass schon das fehlerhafte Schriftbild, die noch nicht fertige Form, den Lesern sofort zeigte, dass das Momentaufnahmen sind! Nicht mühselig verdichtetes Material. Nicht schwächelnde, tausendmal neu formatierte Gewächse!"